Eat-the-world-Tour in Hamburg
Veröffentlicht von Herbert Vollmers in Reisen · Sonntag 22 Jun 2025 · 4:15
Tags: eat-the-world, Hamburg, Entdecker, Genießer
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Die Tour führte uns durch unterschiedliche Stadtteile, angefangen im vornehmen Blankenese, weiter im internationalen Ottensen, dem quirligen Eppendorf, dem belebten Winterhude, der "Altstadt" Neustadt sowie nach St. Georg in der Nähe des Hauptbahnhofs. Da es sich um eine selbst geführte Tour handelte, konnten wir unsere Tour individuell nach unseren Wünschen gestalten. Wegen der Entfernungen haben wir uns für ein Tagesticket des HVV entschieden, was rückwirkend eine gute Entscheidung war, die 10 Etappen waren in der vorgegebenen Zeit von 11:00 bis 18:00 eigentlich nur so zu bewältigen.
Unsere Tour haben wir mit dem HVV in Buchholz gestartet und führte uns zunächst nach Blankenese, wo wir um 11:00 Uhr die ersten Gäste der Tour im "Teeladen Teaghlaigh" waren. Wir haben uns nach sehr netter und sachkundiger Beratung für einen Weiß- und einen Matcha-Tee entschieden, den wir in der Bank vor dem Laden in der Sonne genießen konnten.
Dann ging es schon wieder zurück zum Bahnhof Blankenese, nächster Stopp war mit der S-Bahn Ottensen. Nach ein paar hundert Metern wartete neben einer anderen geführten "eat the world"-Tour der Kaufmannsladen an der Bahrenfelder Straße mit einem selbstgemachten leckeren Salat plus Melone mit einem eigenproduziertem Gewürz. Sehr lecker, auch ziemlich scharf, insgesamt ein besonderer Geschmack in einem wirklich international anmutenden Stadtviertel. Dann, an dem Veranstaltungszentrum Fabrik vorbei, zurück zum Bahnhof Ottensen.
Nach einmaligem Umsteigen erreichten wir dann mit der U-Bahn die Station Hoheluftbrücke. Von dort ging es über den Stadtbahnring zum Falkenried, wo uns im "dito cafe & eis" eine leckere Kugel Eis und die Lebensgeschichte des Inhabers (ehemaliger Profitänzer) erwartete. Diese hat er neben den drei Polizisten, die wir auf der Straße vorgelassen haben, und die wir in dem Eiscafé vor uns hatten, insbesondere einer weiteren geführten Tour von "eat the world" erzählt. Very talkative!
Aufgrund der kürzeren Entfernung ging es vom Falkenried dann in den Lehmweg im lebensfrohen Eppendorf. Im Laden "Feinabfüllung" haben wir zwei verschiedene Balsam-Essige probiert, von denen uns die Cranberry-Variante so gut gefallen hat, dass wir gleich eine Flasche für zuhause gekauft haben.
Wiederum zu Fuß (aufgrund der reizvollen Strecke zur Alster) ging es am Winterhuder Fährhaus entlang zu "Schmidt's Bagel" in der Nähe des Winterhuder Marktplatzes. Hier probierten wir die „Erbsomole“ aus Erbsen und Tofu auf einem Salatblatt, hier ein Ersatz für Avocados. Ein wenig nüchtern, aber wir gingen mit dem guten Gefühl, unseren ökologischen Fußabdruck verringert zu haben.
Damit war Halbzeit hinsichtlich der Anzahl der Etappenziele. Auch aufgrund der Hitze an diesem Tag haben wir uns entscheiden, den Bus zum nächsten Ziel am Goldbekplatz in Winterhude zu nehmen. Dort ging es zunächst in das "Sour Kitchen", eine Anspielung auf Fatih Akins Soul Kitchen. Dort probierten wir ein Bällchen Çig Köfte, bei mir in der scharfen Variante mit einer kleinen Peperoni. Hui.
Weiter ging es in das nahegelegene "bean there". Neben einem Stück Zimtschnecke haben wir uns zur Belebung eine Fritz-Kola gegönnt. Alles sehr prima, sodass wir mit frischen Kräften den Rest der Reise antreten konnten. Also zurück zum Goldbek-Platz, natürlich nicht ohne einen Blick auf den Goldbek-Kanal zu werfen. Man hätte locker von Boot zu Board trockenen Fußes über den Kanal gehen können. Irre beliebt, irre belebt, mit Wartezeit auf den Treppen zum Kanal.
Mit dem Bus und nach einem Umstieg am Hauptbahnhof ging es dann in die Neustadt. In einem eleganten Eckladen warteten die "Weingaleristen" mit einem erfrischenden Glas Weißwein auf uns. Es gab ein Glas "Geschmack.Los" und zusätzlich die Geschichte hinter diesem ungewöhnlichen Namen für diesen Cuvee aus Muskateller und Riesling. Sehr interessanter Laden, sehr freundlicher Inhaber, sehr leckerer Wein: also gleich eine Flasche für zuhause gekauft.
Dann ging es nach kurzem Spaziergang entlang des Großneumarkts vom S-Bahnhof Stadthausbrücke zu einem sehr speziellen Szenenwechsel. Vom Hauptbahnhof ging es über den Steindamm zum Hansaplatz. Muss man mögen! Dort erwartet uns aber das Restaurant "Cafe Bistro Curiousa" mit sehr freundlicher Bedienung und einer selbstgemachten Bruscetta. Sehr lecker.
Entlang des Hansa-Brunnens ging es zur Kirchenallee in das vornehme Hotel "Reichshof Hamburg" . Auch sehr vornehm war das kleine mehrfarbige Küchlein, das wir dort verkostet haben. Okay, passte noch ganz gut hinein. Nach dieser letzten Station ging es dann vom nahen Hauptbahnhof mit der Bahn zurück nach Hause.
Insgesamt bleibt im Rückblick ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Tag, geprägt durch Einblicke in die unterschiedlichsten Stadtteile Hamburgs. Der Zeitrahmen von 7 Stunden ist nach unserer Einschätzung knapp bemessen, andere Verkehrsmittel werden das wahrscheinlich nicht abkürzen. Wir waren um 17:50 im Hotel Reichshof, das war also sehr knapp. Und letzte Bemerkung: alle Züge, auch der Metronom, waren (fast) pünktlich.
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